Lehr-Wanderfahrt auf Donau, Regen und Naab vom 14.06.2017 – 18.06.2017

Hong Guang Gao am 25.06.2017

Nach Mühldorfer Inn Beaver Race, Ammersee Triangel und Welfenregatta Kaufering ist unsere diesjährige Lehrwanderfahrt auf Donau erst Mitte Juni gestartet. Mit 2 Gig Ruderbooten Singold und Schwalm auf Anhänger ist unser Ruderteam (Jan Hase, Robin Hase, Andera Kistler, Nobert Bauman und Hong Gao) unter der Fahrtenleitung Ulrich Wallenda mit voller Urlaubsstimmung nach Startposition Ruderverein Neuburg gefahren.
Am ersten Rudertag von Neuburg über Vohburg mit kurzer Zwischenpause nach Weltenburg haben wir 60 km gerudert. Um wie geplant vor 18:00 Uhr in Kloster Weltenburg zu sein, haben wir ziemlich mit voller Kraft unter brennendem Sonnenschein gekämpft. Die Strömung auf Donau war in der Strecke nicht so groß, ziemlich ruhiges Wasser. Erst ab Vohburg konnte man paar Wasservögel und Schwäne sehen. In der warmen Zeit waren die hier überwinternden Vögel schon weggeflogen. Danach waren paar Motorboote auf Donautal, die ständig große Wellen neben unseren zwei Ruderbooten erzeugten. Eine gute Gelegenheit war auch für uns Balance zu üben.
Gegen halb 18:00 Uhr sind unsere zwei Ruderboote am Donaustrand von Kloster Weltenburg gelandet. Viele Touristen am Strand beobachteten wie jedes Jahr begeistert auf unsere Rudermanschaft, als ob unsere kraftvolle Strahlung den Leuten hier Glück und Kraft mitgebracht hat. Alle zeigten glückliches und friedliches Lächeln.
Das Essen in Kloster Restaurant war super, Schweinbraten, besonders Haxen, erstklassig, das berühmte älteste Kloster Dunkelbier mit über 1000 Jahre Geschichte löschte sofort unseren ganzen Durst ab. Kein Wunder, das Reinheitsgebot ist erst 500 Jahre alt, und das 2×500 altjährige Kloster Bier löscht auch doppelt Durst ab beim heißen Rudertag.
In der Nachte in Kloster Hotel zu wohnen, die ruhige Umgebung zu genießen, das war sehr interessant. Die Stimmung war so heilig, man hörte verschiedene Vögel-Gesänge an der Abenddämmerung, paar Schwalbe und Mauersegler flogen tief neben uns. Man hörte Wasserklang von Donaufluß. Plötzlich hörten wir im Klosterhof sanftes Gesang von einem Chorgruppe, es klang phantastisch schön und passte voll mit der heiliger Umgebung. Unser guter Weinkenner Norbert hat uns eine Flache Weißwein von Nahe Pinot Gris bestellt, und wir genußen die Gesänge der Chorgruppe und den Weißwein gleichzeitig, Der Weißwein schmeckte so sanft kristall schön wie die Gesänge. In der ruhigen Nacht, frische angenehme Luft, Sterne leuchten am Himmel, Chorgruppe sangen weiter mit sanfter Stimme. Wo gibts noch solche unvergessliche Nachte?
Am zweiten Rudertag vom Kloster Weltenburg über Kelheim nach Regensburg, war, ist und bleibt immer unsere schönste Strecke der Donau Lehr-Wanderfahrt. Die Donauströmung hier war nicht so groß wie letztes Jahr, wir konnten während Rudern die schöne Landschaft genau beobachten, die spektakulären Jurafelsen beim engen Donaudurchbruch , das erste Touristen Schiff zum Kloster, und die Felsen mit Koffer und Schuhen von Napoleon waren, sind und bleiben immer auch da oben. Andrea versuchte uns mit Wasserbeschreibung die Strecke zu erklären. Bis Befreiungshalle bei Kelheim haben wir wie richtige früh aufstehende Touristen gefühlt. So manchte man den Urlaub auf den Donaufluß.
Nach der dritten Schleuse Bad Abbach kam allmählich großer Wind, die Sonne strahlte nicht mehr so heftig wie erster Rudertag. Die Manschaft wechselte sich ständig alle 10 km den Steuermanplatz. Jeder hatte damit die Gelegenheit zur Erholungsphase. Nach paar Begegnungen mit Motorbooten und Frachtschiffen waren wir auf eine schönste S-Kurve auf Donau in Naturschutzgebiet Mattinger Hänge mit bis zu 50 Meter hohen Jurafelsen. Die Felsen mit silber hellgrauer Farbe mischte zwischendurch im grün bedeckten Hügel am Donau Ufer und zeigten uns die phantastische Schönheit in der Gegend zur Naab Kreuzung. Der Wind war immer größer, wir müßten auf Rudern konzentrieren, nicht weit vorne war schon unser Ziel Station Regensburger Ruder Klub RRK.
Gegen 15:00 Uhr waren wir auf Kreuzung Naab und hatten alle Lust hier auf Gasthof Krieger Mariaort Kaffee Pause zu machen. Ganz interessante war hier ein buntes Vogel, das von Tisch zu Tisch flog und holte gemütlich was leckeres zu essen. Das Vogel zeigte wie ein Stammkunde keinen Angst vor den hier sitzenden Gästen. Nach Kapucino Pause und Amüsieren mit dem bunten Vögelchen waren wir wieder ganz munter und frisch nach letzten Kilometer gestartet. Der Wind erreichte jetzt schon auf Stärke 50 kmh. Zwischendurch fuhren wieder paar Motorboote und große Frachtschiffe durch, Donaufluß hier am Ziel ist breiter, trotzdem waren starke Welle auf Ruderboote mit Wasser eingedrungen. Zu je stärkerem Wind zeigte unser Fahrtenleiter immer klarere Entscheidungsfähigkeit und größere Kraft, sein Ruderboot war nahe Ufer entlang gerudert und als erstes nach 36 km Ruderstrecke am Ziel Regensburger Ruder Klub RRK gelandet.
Nach Duschen und Umkleidung waren alle gleich von Klub Donaufluß entlang auf Steinnerner Brücke gelaufen. Unser Fahrtenleiter Wallenda zeigte uns hier oben auf dem Stromstrich neben Wirbel unter der Brücke. Da kamen gerade 3 Ruderboote von anderem Klub durch Brücke. Das erste Ruderboot war wie gewöhnt schön gerade durch Brücke gerudert, der Stromstrich zeigte aber 30 bis 40 Grad seitlich zu Ufer. Wir konnten sehen wie unsicher die Leute auf dem ersten Boot waren, da das Boot sich schon zwischen Wirbel und Stromstrich Außenrand befund, unser Fahrtenleiter Wallenda gab sofort laute starke Anweisung zu anderem Ruderklub: bisschen mehr nach rechts rudern! So kamen weitere 2 Boote ganz sicher durch Brücke und alle 3 Ruderboote fuhren glücklich weiter zur Richtung Walhalla.
Der große Bärenhunger rufte uns zum einen Restaurant unter Brücke am Donau Ufer. Hier war das Grillmenü besonders gut. Mit einem Bier dazu waren sofort Genuß und Gemütlichkeit bei sich statt Streß und Müdigkeit. Nach gutem Essen konnten wir endlich die schöne alte Stadt bummeln. Alle haben irgenwann gute Erinnerung an Regensburg gehabt, über Brücke, Dom oder Schloß, fast gemeinsames war es heute, die Eiscreme in alter Stadt schmeckten am besten! Unser Bauchgefühl führte uns zum einen italinischen Eisladen, Wünsche erfüllt! Alle waren mit selbst ausgesuchten Eiskugeln in der Hand zufrieden und glücklich und haben somit den zweiten Rudertag erfolgreich bestanden.
Am dritten Rudertag durch Steinerne Brücke zum Fluß Regen wagte auch unser Jugend Ruderer Robin das Steuer zu übernehmen, er hat verstanden, was “bisschen mehr rechts rudern” bedeutete, nicht nur für Ruderteam vom anderen Klub auch für uns RCLK’ler! Robin hat perfekt gesteuert, obwohl gerade paar Personenschiffe am rechten Ufer plötzlich da waren. Unser Boot mit Steuerman Robin war als erstes von Donau auf Regen eingerudert.
Der Fluß Regen ist ruhig und überall grün, letztes Jahr konnten wir noch Gesänge von Fröschen hören, dies Jahr nicht mehr. Überall ruhig, ruhiges Wasser, ruhiger Ufer. In der stillen Ruhe leuchtete plötzlich ein Gedanken, die Paarungszeit für Fröschen war gerade vorbei, deswegen konnten wir nicht Gesänge von Fröschen hören. Nach paar S-Kurven waren wir zum einem Strandbad auf Regen gerudert, hier war ein idealer Platz für Mittagspause und Badezeit.
Nach Kurzem Urlaubsgenuß kehrten wir über eine riesige Schleuse für Donau-Kreuzfahtschiffe und Frachtschiffe, unser Fahrtenleiter kletterte extra zur Ufer Funkanlage und bat um Erlaubnis mit unseren Ruderbooten die Schleuse zu befahren.
Die 20 km lange Stadtrundfahrt auf Donau-Regen war bald zum Ende, da kamen plötzlich wieder die Böen. Unser Fahrtenleiter hat Erfahrung, besonders bei großem Wind, er war Jahrzehnte lang am Küsten gesegelt und weißt wie Boot mit Wind umgeht.
Statt rechts Ufer nahmen wir links Ufer entlang gegen die Srömung dicht zu Ufer zu rudern. Diesmal war kein Wasser ins Boot eingedrungen. Alle waren trocken und sauber am Ziel Klub RRK gelandet. Abend bei Erfahrungsaustausch auf Klub-Balkon hat Jan vor Freude und Stolz über seinen Sohn Robin uns mit Getränken und einer Flasche Wein eingeladen.
Der Fluß Naab bleibt einer der schöste Flüsse Deutschlands für Bootswandern. Am vierten Rudertag haben wir hier viele Entenfamilien gesehen, jede Entenfamilie hat 6 bis 8 Neugeborene bei sich am Ufer zu spielen. Paar Inseln waren auf Flußmitte und viele Seerosen am Flußufer. Viele Kanuboote pendelten hier auf Naab. Da hier Naturschutzgebiet ist, darf Motorboot nicht reinfahren, paar Motorboote bildeten sogar an der Kreuzungsmitte Donau-Naab ein Parkplatz oder Badeplatz beim heißen Tag.
Wir waren bis Kloster Pielenhofen gerudert und haben in Klosterwirtschaft Mittagspause genommen. Das Wetter war immer heißer, beim Rückkehr haben wir immer mehr Kanubooten begegnet. Manche Boote hatten ganze Familie darauf, Kinder, Eltern, alle mit Rettungswesten. Der Naab ist noch ruhiger als Regen, viele Bäume am Ufer und auf Inseln. Bei solchem heißen Tag konnten wir mit innerer Ruhe genau auf Rudertechnik konzentrieren und die stille Umgebung genießen. Diese 39 km lange Naab Rundfahrt war wirklich zauberhaft. Bei Ankunft in Klub RCLK haben wir alle dem Fahrtenleiter Uli zur seiner Umfrage den gleichen Gefühl ausgedrückt:
Es war eine phatastisch und unvergesslich schöne Lehr-Wanderfahrt auf Donau drei Flüßen!