Lech-Wanderfahrt

06.10.2018

*Baturnurschen erweitern Rudergebiet*

Es war ein schöner sonniger Herbsttag, als die beiden Herren Schütz und Hagemeister ins Abenteuer aufbrachen. Das Neue zu erforschen, ins Unbekannte hinein.
Bisher war das Ruderrevier des RCLK begrenzt, doch die Baturnurschen machten mal wieder das Unmögliche möglich. An diesem Tag schafften es die beiden nicht nur bis zur Staustufe 18, sondern bis nach Prittriching zur 21. Staustufe und danach wieder flussaufwärts zurück zum Heimatclub. Man beachte, dass der zweier mit Skulls plus reichlich Proviant insgesamt 6 mal um die 500m getragen werden musste. Und das ohne Motorisierung, weil die Boys 2 krasse Maschinen sind.

„Ich denke das Potenzial des Lechs ist noch nicht voll ausgeschöpft“ meint Korbinian Schütz. (21, Trainer und Baturnursche) „wenn man abgeholt wird und nicht wieder zurückfahren muss, kann man sicher noch um einiges weiterkommen.“
Das langfristige Ziel der Grenzgänger ist eigentlich bis auf die Donau zu rudern, das wird sich aber als schwierig erweisen.
“ Da müssten mia 28 Mal Umtragen gruzifix“ meint Theis (21, Supersportler und Baturnursche).
Wann die nächste Safari Tour stattfindet ist noch unklar.
„Wir müssen natürlich Wind und Wetterprognosen sowie die Wassertemperatur genau im Blick behalten um unseren zweiten Versuch zu starten. Ansonsten wird das Vorhaben bis zur Donau vorzudringen scheitern“ sagt Theis zur aktuellen Lage.
Zur Natur sind sich Schütz und Hagemeister einig:
Es ist immer sehr interessant in neue unbefahrene Gebiete einzudringen, so ist es auch beim Lech der Fall. die Natur ist einigermaßen unangetastet in den Zwischenstücken und somit noch sehr geheimnisvoll.
Eine interessante Erfahrung war auch, die Wanderfahrt in einem Rennboot zu unternehmen, da es ständig höchste Konzentration erfordert um das Boot am Laufen zu halten, sowie stark begrenzte Gepäckmitnahme aufgrund des geringen Stauraums. Auch die Brotzeit an Bord erfordert gute Koordination, was aber für die beiden erfahrenen Ruderer keine große Herausforderung darstellt. Ganz im Gegenteil, es ermöglicht ihnen eine weitaus höhere Reisegeschwindigkeit als im Gig-Boot.
Abschließend kann man sagen, dass das Unterfangen ein voller Erfolg war in vielerlei Hinsicht. Die beiden Pioniere haben das Limit des Lechs weiter gepushed und sich dabei selbst auch bis ans Limit gebracht. Die 31 km waren hart erkämpft, denn die zwei Baturnurschen waren am Abend nach 6h Vollgas-Wanderfahren adäquat ermattet. Sie bewerteten das aber als ein „ganz gutes Training“.

K. Schütz / Th. Hagemeister