Kategorie-Archiv: Wanderrudern

Wanderfahrt Forggensee 09.06.2019

Der RCLK ging mal wieder auf Wanderfahrt. Mit zwei gesteuerten Vierern den Forggensee zu umrunden, so war der Plan. Abends zuvor meldete sich noch eine Teilnehmerin wegen Krankheit ab, die sich so darauf freute, wäre es ihre 1. Wanderfahrt nach dem Anfängerkurs gewesen und so fuhr ein Boot ohne Steuermann.

Gestartet wurde am 1. Ruderclub Forggensee e.V. in Füssen und ging im Uhrzeigersinn Richtung Norden bis zur Staumauer. Als Ruderer hatten wir immer Blick auf die grandiose Bergkulisse einschließlich der Schlösser Neuschwanstein und zeitweise Hohenschwangau. Die Tour ging weiter in den Illasbergsee, der nördlich des Forggernsee mit einer kleinen Durchfahrt verbunden ist. Dort lud das Kiosk Illasbergsee zur Brotzeit ein. Anlegestelle für die Boote war der Badestrand an der Nordseite des Sees. Einige der Teilnehmer nahmen ein erfrischendes Bad. Nach der ausgedehnten Pause ruderten wir zurück zum Forggensee und dort über die Ostseite, vorbei am Festspielhaus zum Ruderclub. Auf der Heimfahrt ließen wir den Tag mit einem Eis schön ausklingen.

AKi

1. Mai-Ammersee-Wanderfahrt

Vierzehn Ruderboote waren am 1. Mai auf dem Ammersee gesichtet. Nein, keine Regatta. Der TSV Herrsching hatte zu seiner 1. Mai Rundfahrt geladen und der Ruderclub am Lech Kaufering (RCLK) ist gerne mit zwölf Ruderern und vier Booten, wobei eines verliehen wurde, gekommen. Gleich bei der Ankunft kam die Frage auf, die wievielte Wanderfahrt dies denn nun sei, die hier zum 1. Mai veranstaltet wird. Hier konnte Ulrich Wallenda vom RCLK mit seinem Wissen aushelfen. Die 30. Wanderfahrt wusste er und konnte noch von den Anfängen erzählen. Da konnten vor allem die vier mitgereisten Jugendruderer nur staunen. Ob sie auch die Begeisterung finden, so häufig die Plackerei einer Wanderfahrt auf sich zu nehmen, stand noch aus. Mit idealen Wetterbedingungen, Sonne aber morgens noch frisch und wenig Wind, gingen die Boote um 10 Uhr in der Herrschinger Bucht an den Start.

Ein beeindruckendes Bild! Nach einem dreifachen hip-hip Hura ging es am Ostufer entlang Richtung nördlicher Seespitze nach Stegen.

Vor allem die Jugend hatte zwischenzeitlich bemerkt, daß eine Wanderfahrt auf einem See doch mit etwas mehr Anstrengung verbunden ist, als die ihnen bisher bekannten auf einem Fluss. Daher fand auch kurzzeitig die Überlegung statt, doch die Abzweigung in die Amper zu nehmen, um sich eventuell die Strömung zunutze zu machen. Die Ruderfähigkeit dieser war noch nicht getestet. Aber was half es, diesmal war man ja schließlich für eine Ammerseeumrundung da.

Somit ging es am Westufer Richtung Süden bis Utting, wo die Boote an Land getragen wurden und es eine kurze Mittagspause gab. Hier bot der bayerische Ruderverband ein besonderes Schmanker: „Coastal Rowing“ ist im Trend. Hierfür kommen besondere Boote zum Einsatz, die auch küstengewässerge-eignet sind. Dieses spezielle Bootsform konnte als Zweier getestet werden. Anschließend ging es in Richtung Dießen bei planem Wasser mit fast keinen Wellen zurück zum Herrschinger Ruderclub. Zum Abschluss wurden die Gäste im Herrschinger Boosthaus noch bestens mit Kuchen, Kaffee, Salatbuffet und Grillköstlichkeiten versorgt. Auf das 30jährige wurde natürlich auch noch mit einem Gläschen angestoßen.

Monika Heim

Kauferinger Ruderer am Inn-River-Race

Zwei Siege für RCLK-Ruderer bei Saisonauftakt in Passau

Traditionell ist der vom Passauer Ruderverein ausgerichtete Inn-River-Race die erste Standortbestimmung der Ruderer für die kommende Saison. Im Dreiländereck bei Passau messen sich Ruderer aus Deutschland, Österreich, Tschechien und auch Italien über die 5,5 Km lange Strecke auf dem Inn stromabwärts. Dabei starten die Ruderboote nacheinander im Abstand von 30 Sekun-den. Bei frühlingshaften Bedingungen, kein Wind oder Wellen-gang, starteten ganze vier Vierermannschaften vom Ruderclub am Lech in Kaufering. Quer über verschiedene Altersklassen ging der Männer Doppelvierer, Mindestdurchschnittsalter 60 Jahre mit Martin Breitschaft, Ingolf Wunderlich, Jens Tepe und Frank Heidenhain als erster der Kauferinger über die Strecke mit beachtlichen 18 Km/h im Durchschnitt und 27 Ruderschlägen pro Minute. Es reichte für einen knappen zweiten Platz in 18:14 Minuten, keine 5 Sekunden hinter der siegreichen Mannschaft aus Würzburg/Gießen/ Magdeburg/Jena.

Tristan Cooke, Benedikt Niebeler, Sibylle Schmitt und Maria Türk gingen im gemischten Damen und Herren Doppelvierer ohne Gegner auf die Strecke und legten sie in 19:05 Minuten zurück.

Sibylle, Bene, Tristan, Maria
Bene, Moderator, Maria, Sibylle, Tristan

Erfolgreich war ebenfalls der gemischte Doppelvierer, Mindest-durchschnittsalter 43 Jahre, mit Natalie Barby, Sascha Barby, Andrea Kistler, André Ihde und Steuermann Ingolf Wunderlich.

Stm. Ingolf, André, Andrea, Natalie, Sascha

In 21:36 Minuten wiesen sie zwei weitere Boote auf die Plätze. Schließlich starteten ebenfalls im gemischten Doppelvierer, Mindestdurchschnittsalter 55 Jahre mit Michael Waidhauser, Anita Waidhauser, Monika Heim, Jan Hase und Steuermann Jakob Heim.

Stm. Jakob, Jan, Monika, Anita, Michael

Es reichte nur für einen fünften Platz in 21:20 Minuten, allerdings trennten das Siegerboot und der fünfte lediglich 1 Minute und 10 Sekunden und damit war ein sehr enges Feld gegeben.

Gefeiert wurde am Abend bei einem gemeinsamen Besuch im Wirtshaus. Damit sich die Fahrt nach Passau auch lohnt, nutzten fast alle Teilnehmer die Möglichkeit zur Verlängerung des Regatta-tages mit einer Übernachtung in der Jugendherberge auf der Burg Veste Oberhaus. Am Sonntag zeigte sich, dass die Ruderer nicht nur um Siege kämpfen, sondern durchaus auch Genießer sein können. Mit einer Wanderfahrt ging es bei wunderbarem Frühlingswetter auf dem Inn flussaufwärts zu unseren österreichischen Nachbarn nach Schärding. Nach einer Stärkung auf dem sonnigen Marktplatz -eingerahmt von Prachtbauten-, erleichterte die Strömung den Rückweg nach Passau.

Der Saisonauftakt in Passau und die rege RCLK-Beteiligung lässt auf eine spannende Regattasaison 2019 schließen. Nächstes Kräftemessen vor heimischem Publikum für die RCLK’ler wird die Welfenregatta in Kaufering am 18.Mai sein.

                                                     Frank Heidenhain, Monika Heim

Frank Heidenhain, Monika Heim

Ammersee Rundfahrt

23.05.2018

Die letzte Ammersee-Rundfahrt mußte wegen Sturmwarnung abgebrochen werden und wir konnten rechtzeitig den Rückweg antreten. Dieses Jahr hatten wir Glück. Es war den ganzen Tag bewölkt, kein Regen bei angenehmen Temperaturen.

Wir starteten mit zwei gesteuerten Gig-Vierern vom TSV Herrsching -Abteilung Wassersport- und konnten die Boote von dort ausleihen. Mit dabei waren unser Fahrtenleiter Ingolf Wunderlich, sowie Jan Hase, Natalie und Sascha Barby, Andrea Kistler, Jürgen Bartsch, Werner Wendl, Robert Notz, David Feess und Lukas Döllekes.

Martin, der stellvertretende Abteilungsleiter vom TSV Herrsching, gab uns Hilfestellung beim Ablegen. Wir vom RCLK sind Flußruderer und mußten nun auf dem See andere Regeln beachten.

Gegen den Uhrzeigersinn steuerten wir nach 11 km und zwei Stunden rudern unser 1. Ziel Stegen für eine kleine „Sitzpause“ an, denn die Hälfte unserer Mannschaft waren Wanderfahrer-Neulinge, die das Sitzen auf dem holzigen Rollsitz für nicht so lange Zeit gewohnt waren.

Es ging weiter an Schondorf, Utting und Riederau vorbei nach St. Alban. Die Einkehr am Seerestaurant war ein Glückstreffer. Die verbrannten Kalorien wieder aufgefüllt, machten wir uns auf die Heimreise über die Südseite des Ammersees. Jedoch ruderten wir den See nicht ganz aus, sondern querten ihn vor der Vogelfreistätte des Ammersee-Südufers. Der Grund hierfür war der stärker aufkommende Wind, um Zeit zu sparen. Mühevoll kämpften wir gegen den Wind und die aufkommenden Wellen an, die sich zum einen durch den Wind, zum anderen durch die Segelschiffe kreuzten. Als eingefleischte Flußruderer waren wir das nicht gewohnt und nahmen die Wellen bestimmt nicht im richtigen Winkel; entsprechend schöpften wir Wasser und kamen pitschnaß am Herrschinger Ruderverein nach insgesamt 32 km an. Aber alles nicht so schlimm; es ist ja nur Wasser und das auch noch warm.

Nach dem Ausschöpfen und Saubermachen der Boote wurden mit Martin Erfahrungswerte ausgetauscht und Zukunftspläne geschmiedet.

AKi