Alle Beiträge von Andrea Kistler

Ich bin sehr kreativ, die Freizeit mit Sport auszufüllen

Roseninselachter der Ruderer

Traumhaftes Oktoberfestwetter am Starnberger See bescherte den Aktiven und Gästen beste Bedingungenfür die größte deutsche Achterruderregatta (der „Königsklasse“ des Rudersports).

75 Mannschaften mit insgesamt über 650 Ruderern aus Deutschland, Italien, Österreich und sogar aus Australien plus Aktive auch aus China und Japan gingen in den verschiedenen 8-er Bootsklassen von Junioren B (15 u. 16 Jahre) bis Masters H (Mannschafts-Durchschnittsalter 70+)

an den Start.

Ehrensache für den „kleinen“ Ruder Club am Lech Kaufering beim Event des großen Nachbarn in Starnberg, dem Münchener Ruder und Segelverein Bayern, mit einem starken Team anzutreten.

In der Klasse Masters Männer, Altersklasse E (Altersdurchschnitt 55+) landeten die Kauferinger einen recht klaren aber nicht unbedingt erwarteten Erfolg. Die Freude darüber war umso größer (das sieht man auch auf dem Siegerfoto).

Allein die acht Kauferinger Masters plus Steuermann haben mit zusammen ca. 11.000 Ruderkilometern auf dem heimischen Lech in Kaufering natürlich auch ein super Trainingsjahr 2017 hingelegt.

Martin Breitschaft, Robert Zahalka, Hong Gao, Norbert Baumann, Stefan Söhlemann, Thomas Schindele, Jan Hase, Ingolf Wunderlich und Steuermann Robin Hase erreichten das Ziel nach 12 km (von der Seepromenade Starnberg bis zur Roseninsel und zurück) in 51:51,50 min.

Die zahlreichen Wellen durch die Ausflusschifffahrt konnten besser als in den Vorjahren ausgeglichen werden, die anspruchsvolle Wende mit dem ca. 15 m langen Boot lief „rund“ (was etwa drei bis vier Bootslängen Gewinn gegenüber einem direkten Konkurrenten brachte) und die Mannschaft blieb bis zum Zieleinlauf hochkonzentriert und mit vollem Einsatz an den Skulls.

Natürlich wurde ein erster Platz beim „Roseninselachter“ dann auf dem Gelände des MRSV mit zunftiger Blasmusi, Oktoberfestbier (die halbe Maß für 4,-€!), „Spezialburger“, Kuchen, Kaffee usw.usf. in der großen Gemeinschaft der Ruderer aus ganz Deutschland (und darüber hinaus – s.o.) angemessen gefeiert.

Ingolf Wunderlich

Prienathon 2017

„Prienathon“ auf dem Chiemsee – eine feste Größe im Regattaplan der Langstreckenruderer des RCLK

Mit der letzten Regatta im Voralpencup für Gig-Doppelvierer sollte der Sieg 2017 klar gemacht werden. Ein paar kleine Pünktchen lagen die Kauferinger nach drei Rennen (Mühldorf, Herrsching, Kaufering) vor der Crew aus Rosenheim. Wir waren auch richtig gut drauf und mit furiosem Start schnell an der Spitze des gesamtem
Feldes von über zwanzig Booten. Leider kam es aber anders als erhofft. Und trotzdem sind die Kauferinger Ruder-Masters Dr. Hans Härtl, Jan Hase, Martin Breitschaft, Ingolf Wunderlich und Steuer-mann Samuel Hase mit sich und ihrer Platzierung einverstanden und mit bester Laune aus Prien abgereist. Wir haben am Chiemsee wieder eine tolle Regatta erlebt (Dank an die Organisatoren
um Martin Aufenanger) und auf der 12km-Runde eine saubere Leistung erbracht.
Für die Statistik:
Unter 22 Booten die zweitbeste geruderte Zeit (51:55). Die Deggendorfer Mannschaft um Frank Darscheid hat uns nur ganze 16 Sekunden abnehmen können und war erstnach der Hälfte des Rennens mal grade so an uns vorbei gegangen. In der „Welser
Wertung“reichte das allerdings nur für Platz 4. D.h. Das Team aus Rosenheim mitdreifachem „Damenbonus“ hat uns den Schneid abgekauft und die Regatta und damit den Voralpencup für sich entschieden. Was soll´s. Schön war es trotzdem. Und wir greifen 2018 wieder an – am Chiemsee dann hoffentlich nicht wieder bei
oberbayerischem Schnürlregen.
Noch was: Die Deggendorfer waren mit fünf Booten am Start – der RCLK nächstes Jahr unbedingt wieder mit mehr als einem.

Ingolf Wunderlich

Jugendwanderfahrt September 2017

Auf den Spuren von Agnes Bernauer, Römern und Nibelungen

In der letzten Ferienwoche unternahmen 11 Jugendliche Ruderer des Ruderclubs am Lech Kaufering mit 4 Betreuern eine Ruderwanderfahrt auf der Donau. In Vohburg wurden 4 Boote bei starker Strömung in die Donau gelassen. Die erste Etappe führte zum Kloster Weltenburg, wo eine zünftige Brotzeit gemacht wurde. Frisch gestärkt ging es weiter durch den Donaudurchbruch, vorbei an der Befreiungshalle bei Kehlheim bis nach Regensburg. Am zweiten Tag meisterten sie die enge Durchfahrt durch die Steinerne Brücke und die darauffolgenden Stromschnellen. Sie passierten die Walhalla und erreichten abends Straubing. Weitere Tagesziele waren Deggendorf und Vilshofen. Übernachtet wurde in örtlichen Rudervereinen. Engstellen, Strudel und Schiffsverkehr erforderten die volle Konzentration der Steuerleute. Insgesamt wurden 5 Schleusen passiert bevor alle nach ca. 230 km wohlbehalten Passau erreichten.

Florian Pielmeier

Wanderfahrt Vilshofen-Hainburg 29.07. – 08.08.2017

Tagebuch

Sa, 29.07.2017 Vilshofen – Engelhardszell 42 km

Tagelange Regenfälle ließen die Flüsse anschwellen, Hochwassermeldungen kamen in den Medien. Mit diesen Informationen begann unsere Wanderfahrt am Ruderclub in Vilshofen, jedoch bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen.

Zwei Boote, die Sevilla und die Rotex, waren mit im Gepäck von Michael und Anita Waidhauser, Alexander Kipp, Hans-Jürgen Tzschaschel, Ingolf Wunderlich, Karl-Heinz Abe, Hong Gao, Angelika Schaub, Marlene Kaschel, Monika Heim und Andrea Kistler. Unser Team bestand aus elf Personen, d.h. einer machte Landdienst, der z.B. eine Ruderpause brauchte.

Der Steg konnte nicht begangen werden; die erste Schwierigkeit, die Boote richtig einzusetzen und die starke Strömung zu berücksichtigen. Vor allem der Steuermann musste dies bedenken. Außerdem ist die Donau von Natur aus eine „Autobahn“ unter den Wasserwegen.

An diesem ersten Tag ließen wir uns schleusen; an den folgenden bevorzugten wir das Umtragen, konnten wir uns dabei eine Abkühlung und eine „Sitzpause“ verschaffen. Wir übernachteten in der Kohlbachmühle in Untergriesbach noch auf deutscher Seite.

Landdienst: Ingolf mit Hänger

So, 30.07.2017 Engelhardszell – Aschach 50 km

Bis zur Mittagspause hatten wir Schwerarbeit zu leisten. Der landschaftliche Reiz durch die ……schleife, lockte am heutigen Sonntag alle Freizeitkapitäne auf die Donau. Allen voran die Motorbootsteuermänner, die sich wohl vorgenommen haben, Ruderboote zu ärgern. Unsere Schöpfkellen kamen zum Einsatz und die Ruderer auf den Plätzen 1 wurden immer wieder kräftig abgeduscht; bei den täglich steigenden Temperaturen kein Problem.

Angekommen im schönen Landgasthof Dieplinger in Pupping, gab’s zu allererst Mädchenbaden in der Donau; Erfrischung pur; kalt und reißend wie Lech.

Landdienst: Michael mit Hänger

Mo, 31.07.2017 Aschach – Linz 25 km

Unser Ruderclub macht ihre jährlichen Wanderfahrten traditionell nach dem Motto „Sport – Natur – Kultur“ und so war der heutige Plan, nach der kurzen Ruderei, sich nachmittags Linz von der Seite anzusehen, was einem persönlich am liebsten ist. Die einen fuhren mit der Straßenbahn zum Pöstlingberg, die anderen kulturten in der Innenstadt oder suchten nach dem Lokal mit der besten Linzer Torte und dann gab es noch ein Grüppchen, die an der unteren Donaulände das Lentos Kunstmuseum von außen betrachteten, war doch gleich daneben ein Park mit Cocktailbars und Relaxliegen.

Abendessen war im Biergarten Stieglbräu zum Klosterhof. Ein Traum von einem Biergarten mit schattigen Plätzen unter Kastanien mitten in der Innenstadt. Unsere Unterkunft war im Jugendgästehaus bei völlig entspannter Atmosphäre.

Landdienst: Angelika

Di, 01.08.2017 Linz – Grein 52 km

Heute war die Temperatur schon weit über 30°C. Wir nutzten beim Umtragen in einen Altarm der Donau, umramt von einer traumhaften Kulisse mit Hügeln und Burgruine, zur Mittagszeit das kühle Nass im angrenzenden Wallsee. Mit schmackhaften Pizzen und kühle Biere füllten wir unsere Kohlehydratspeicher am Beach-Sport-Center wieder auf.

In der Pension Martha in Grein ließen wir uns Abends nieder und waren sehr angetan von den liebevoll eingerichteten Zimmern und das super tolle Frühstücksbuffet. Hans-Jürgen wurde von einem Wehwehchen an der Handinnenfläche geplagt und Michael fuhr ihn kurzerhand zum Arzt.

Landdienst: Ingolf mit Hänger bis Hainburg

Mi, 02.08.2017 Grein – Melk 43,8 km

Hans-Jürgen wollte seine Hand schonen und machte heute Landdienst.

Wie eingangs schon erwähnt, war das Steuern auf der Donau nicht ganz ungefährlich. Und so war es fürden Steuermann alles andere als entspannend und auch für den Ruderer auf Platz 1. Dank Marlenès Sportuhr hatte sie direkten Vergleich, dass eine Schlaglänge auf dem Lech zwischen 7 und 8 Metern und auf der Donau durchschnittlich bei 15 Metern lag. So kommt eine Begrenzungstonne schon mal schneller näher.

Unterkunft war in der Pension Weißes Lamm.

Ein Umdenken auch bei der Bestellung von Lieblingsgetränken, dass es z.B. einen Unterschied zwischen Holler-Spritz und Holler-Gespritz gibt oder Espresso Macchiato kennt man gar nicht im Land des Kaffee.

Landdienst: Hans-Jürgen

Do, 03.08.2017 Melk – Stein-Mautern 32,1 km

Bei der heutigen Etappe starteten wir erst zur Mittagszeit und man konnte zuvor noch das Stift Melk besichtigen, das einige auch machten. Die anderen genossen die Kühle in seinem Park und Erfrischungsgetränke im Pavillon. In einem Raum des Pavillons, ausgestattet mit einem Flügel und bewundernswerter Wandmalerei kamen sie sogar in den Genuss, dem Ave Maria einer unbekannten Künstlerin bei unverhoffter guter Akkustik zu lauschen.

Die Übernachtung war eine Überraschung hinter unspektakulärer Stadtfassade. Das Tor des Gästehauses Einzinger in Krems-Stein ging auf und wir beschritten eine Einfahrt hinführend zu einem lieblichen Innenhof, mehrere Etagen umsäumt von Arcadengängen, bewachsen mit Hängepflanzen und bunten Blumen.Wir bezogen unsere Zimmer und Appartements und nach dem Abendessen trafen wir uns auf der Dachterrasse. Manchen gefielt sie so gut, übernachteten sie dort – bis ein Gewitter kam.

Das Frühstücksbuffet war super und bei einem Gespräch mit der Wirtin stellte sich heraus, dass dieses Gebäude vom 16. Jhrh. die letzten zehn Jahre mehrmals für Filme mit Barbara Wussow, Erol Sander und vielen anderen Schauspielern Pate stand.

Landdienst: Anita

Fr, 04.08.2017 Stein-Mautern – Klosterneuburg 62,5 km

Heute stieg die Temperatur bis 39°C. Das Umtragen in einen Donau-Altarm versprach nicht wirklich Abkühlung, jedoch viele Adams und Evas am und im Wasser. Auch die Hoffnung auf ein stressfreies Steuern ohne Schifffahrt und im ruhig fließenden Gewässer zerschlug sich, weil sich überall Badegäste befanden, die scheints auch kein Deutsch verstanden und weiterhin reaktionslos sich nicht aus der Baderuhe bringen ließen.

Anspannung auch beim Landdienst. Fremdes Auto, fremde Wegstrecke und ein Hindernis auf der Route, nur wann und welches Hindernis? Beim links Abbiegen war die Donau und versperrte den Weg. „Nehmen Sie die Fähre“ sagte das Navi. Cool. Fähre fahren. Auch nach dem Übersetzen war ein Hindernis auf dem Weg. Absperrung zum Ruderverein Nibelungen. Nach Freundschaftschließen mit einem Ehepaar beim Erkunden, stellte sich heraus, dass der Mann 40 Jahre Mitglied beim RV Nibelungen war, ein Kleingartenhaus fast daneben mit seiner Frau bewohnt und wegen Zwistigkeiten zum anderen Ruderclub „den Piraten“ vor drei Jahren gewechselt hat.

Die Unterkunft im Bürgerhaus Salmeyer in Klosterneuburg war ein Traum. Die liebevolle Einrichtung, der Frühstücksraum mit modernem Buffet und ein gemeinschaftlicher Garten mit Relaxzonen und Sitzgruppe versprachen zwei wundervolle Tage. Die Nacht in der Hollywood-Schaukel war auch sehr warm, kühlte es nicht wirklich ab, es hatte immer noch knapp 30°C.

Landdienst: Andrea (Fähre)

Sa, 05.08.2017 Klosterneuburg Ruderpause

Stadtführung in Wien.Treffpunkt Albertinaplatz

Nach der Stadtführung hatten wir freie Zeit. Die einen trafen sich mit Verwandten und Studienkollegen, die anderen machten eine Stadtrundfahrt mit der Tram und die Mittagsschlaf-Fraktion genossen den Schatten der Bäume im Pratergelände.

Wieder in der Unterkunft trafen wir uns im Garten und verzehrten die mitgebrachten Köstlichkeiten.

Landdienst: entfiel

So, 06.08.2017 Klosterneuburg – Hainburg 56 km

Unsere neuen Freunde, das Ehepaar vom Kleingartenhaus, waren uns nochmals behilflich und auch der Verantwortliche des RV Nibelungen kam vorbei. Sie waren sehr hilffsbereit und die Geschichte über die Vereinsunstimmigkeiten gab es gratis dazu.

Die letzte Etappe startete mit dem ersten Ruderschlag mit Regen und zog sich duch den ganzen Tag. Anita wollte ihre Schürfverletzung vom Vortag auskurieren und bot sich für den Transfer an. Auch ihr bescherte aufgrund einer Umleitung eine schöne Fahrt mit einer Fähre. Das Rudern war heute spannend. Im wechsel zwischen Regenjacke an- und ausziehen, einer starken Ströhmung, viel Berufsschiffahrt, jedoch Gott sei Dank kein einziges Freizeit-Motorboot, war die Suche nach Nahrung zur Mittagszeit schwierig. Bei der ersten Anlagestelle war das Gasthaus geschlossen und das zweite Gasthaus überfüllt. Doch nicht weit davon war ein Schiffsrestaurant und alle wurden mit frischen Marillenknödeln versorgt.

Nach dem Abendessen im Hotel „Goldener Anker“ in Hainburg gab es noch eine nächtliche Stadtführung durch Hainburg – dem Tor nach Osten – von einem echten Spielemann, der sich einen Unterhalt durch Stadtführungen und Engagements mit seiner Band „Trollferd … historische Lieder und Tänze“ verdingt.

Landdienst: Anita (Fähre)

Mo, 07.08.2017 Hainburg Ruderpause

Stadtführung in Bratislava

Zum Ziel unserer Reise wurde nicht gerudert, barg es doch einige Risiken für unsere Boote und den Anhänger, als auch fast nur Route durch Industrie- und Gewerbegebiet. So entschlossen wir uns, die sportliche Route in Hainburg zu beenden und mit dem Bus nach Bratislava zur Besichtigung zu fahren. Heute wieder bei hochsommerlichen Temperaturen bekamen wir eine Stadtführung von einer sympathischen jungen Frau und konnten hernach noch die Stadt verunsichern.

Der Goldene Anker war wieder eine feine Adresse, mit ungewöhnlich interessant geschnittenen Appartements, einem tollen Frühstücksraum und überall Gemeinschaftsinseln zum Wohlfühlen, ob Garten, Laube und sogar Sauna. Einziger Nachteil in manchen Zimmern war, dass man vom Fenster des Bettes aus die Fahrgäste der Bahn begrüßen konnte.

Landdienst: entfiel

Di, 08.08.2017 Hainburg – Kaufering Heimreise

Es war wieder eine wunderschöne Reise quer durch Österreich auf der Donau mit 364 Ruderkilometern in 8 Rudertagen und 2 Tagen Stadtführung, Besuche bei Heurigen, viel gebackene Hähnchen, Holler-Soda, kleiner Brauner und Marillenknödel.

Aki

Lehr-Wanderfahrt auf Donau, Regen und Naab vom 14.06.2017 – 18.06.2017

Hong Guang Gao am 25.06.2017

Nach Mühldorfer Inn Beaver Race, Ammersee Triangel und Welfenregatta Kaufering ist unsere diesjährige Lehrwanderfahrt auf Donau erst Mitte Juni gestartet. Mit 2 Gig Ruderbooten Singold und Schwalm auf Anhänger ist unser Ruderteam (Jan Hase, Robin Hase, Andera Kistler, Nobert Bauman und Hong Gao) unter der Fahrtenleitung Ulrich Wallenda mit voller Urlaubsstimmung nach Startposition Ruderverein Neuburg gefahren.
Am ersten Rudertag von Neuburg über Vohburg mit kurzer Zwischenpause nach Weltenburg haben wir 60 km gerudert. Um wie geplant vor 18:00 Uhr in Kloster Weltenburg zu sein, haben wir ziemlich mit voller Kraft unter brennendem Sonnenschein gekämpft. Die Strömung auf Donau war in der Strecke nicht so groß, ziemlich ruhiges Wasser. Erst ab Vohburg konnte man paar Wasservögel und Schwäne sehen. In der warmen Zeit waren die hier überwinternden Vögel schon weggeflogen. Danach waren paar Motorboote auf Donautal, die ständig große Wellen neben unseren zwei Ruderbooten erzeugten. Eine gute Gelegenheit war auch für uns Balance zu üben.
Gegen halb 18:00 Uhr sind unsere zwei Ruderboote am Donaustrand von Kloster Weltenburg gelandet. Viele Touristen am Strand beobachteten wie jedes Jahr begeistert auf unsere Rudermanschaft, als ob unsere kraftvolle Strahlung den Leuten hier Glück und Kraft mitgebracht hat. Alle zeigten glückliches und friedliches Lächeln.
Das Essen in Kloster Restaurant war super, Schweinbraten, besonders Haxen, erstklassig, das berühmte älteste Kloster Dunkelbier mit über 1000 Jahre Geschichte löschte sofort unseren ganzen Durst ab. Kein Wunder, das Reinheitsgebot ist erst 500 Jahre alt, und das 2×500 altjährige Kloster Bier löscht auch doppelt Durst ab beim heißen Rudertag.
In der Nachte in Kloster Hotel zu wohnen, die ruhige Umgebung zu genießen, das war sehr interessant. Die Stimmung war so heilig, man hörte verschiedene Vögel-Gesänge an der Abenddämmerung, paar Schwalbe und Mauersegler flogen tief neben uns. Man hörte Wasserklang von Donaufluß. Plötzlich hörten wir im Klosterhof sanftes Gesang von einem Chorgruppe, es klang phantastisch schön und passte voll mit der heiliger Umgebung. Unser guter Weinkenner Norbert hat uns eine Flache Weißwein von Nahe Pinot Gris bestellt, und wir genußen die Gesänge der Chorgruppe und den Weißwein gleichzeitig, Der Weißwein schmeckte so sanft kristall schön wie die Gesänge. In der ruhigen Nacht, frische angenehme Luft, Sterne leuchten am Himmel, Chorgruppe sangen weiter mit sanfter Stimme. Wo gibts noch solche unvergessliche Nachte?
Am zweiten Rudertag vom Kloster Weltenburg über Kelheim nach Regensburg, war, ist und bleibt immer unsere schönste Strecke der Donau Lehr-Wanderfahrt. Die Donauströmung hier war nicht so groß wie letztes Jahr, wir konnten während Rudern die schöne Landschaft genau beobachten, die spektakulären Jurafelsen beim engen Donaudurchbruch , das erste Touristen Schiff zum Kloster, und die Felsen mit Koffer und Schuhen von Napoleon waren, sind und bleiben immer auch da oben. Andrea versuchte uns mit Wasserbeschreibung die Strecke zu erklären. Bis Befreiungshalle bei Kelheim haben wir wie richtige früh aufstehende Touristen gefühlt. So manchte man den Urlaub auf den Donaufluß.
Nach der dritten Schleuse Bad Abbach kam allmählich großer Wind, die Sonne strahlte nicht mehr so heftig wie erster Rudertag. Die Manschaft wechselte sich ständig alle 10 km den Steuermanplatz. Jeder hatte damit die Gelegenheit zur Erholungsphase. Nach paar Begegnungen mit Motorbooten und Frachtschiffen waren wir auf eine schönste S-Kurve auf Donau in Naturschutzgebiet Mattinger Hänge mit bis zu 50 Meter hohen Jurafelsen. Die Felsen mit silber hellgrauer Farbe mischte zwischendurch im grün bedeckten Hügel am Donau Ufer und zeigten uns die phantastische Schönheit in der Gegend zur Naab Kreuzung. Der Wind war immer größer, wir müßten auf Rudern konzentrieren, nicht weit vorne war schon unser Ziel Station Regensburger Ruder Klub RRK.
Gegen 15:00 Uhr waren wir auf Kreuzung Naab und hatten alle Lust hier auf Gasthof Krieger Mariaort Kaffee Pause zu machen. Ganz interessante war hier ein buntes Vogel, das von Tisch zu Tisch flog und holte gemütlich was leckeres zu essen. Das Vogel zeigte wie ein Stammkunde keinen Angst vor den hier sitzenden Gästen. Nach Kapucino Pause und Amüsieren mit dem bunten Vögelchen waren wir wieder ganz munter und frisch nach letzten Kilometer gestartet. Der Wind erreichte jetzt schon auf Stärke 50 kmh. Zwischendurch fuhren wieder paar Motorboote und große Frachtschiffe durch, Donaufluß hier am Ziel ist breiter, trotzdem waren starke Welle auf Ruderboote mit Wasser eingedrungen. Zu je stärkerem Wind zeigte unser Fahrtenleiter immer klarere Entscheidungsfähigkeit und größere Kraft, sein Ruderboot war nahe Ufer entlang gerudert und als erstes nach 36 km Ruderstrecke am Ziel Regensburger Ruder Klub RRK gelandet.
Nach Duschen und Umkleidung waren alle gleich von Klub Donaufluß entlang auf Steinnerner Brücke gelaufen. Unser Fahrtenleiter Wallenda zeigte uns hier oben auf dem Stromstrich neben Wirbel unter der Brücke. Da kamen gerade 3 Ruderboote von anderem Klub durch Brücke. Das erste Ruderboot war wie gewöhnt schön gerade durch Brücke gerudert, der Stromstrich zeigte aber 30 bis 40 Grad seitlich zu Ufer. Wir konnten sehen wie unsicher die Leute auf dem ersten Boot waren, da das Boot sich schon zwischen Wirbel und Stromstrich Außenrand befund, unser Fahrtenleiter Wallenda gab sofort laute starke Anweisung zu anderem Ruderklub: bisschen mehr nach rechts rudern! So kamen weitere 2 Boote ganz sicher durch Brücke und alle 3 Ruderboote fuhren glücklich weiter zur Richtung Walhalla.
Der große Bärenhunger rufte uns zum einen Restaurant unter Brücke am Donau Ufer. Hier war das Grillmenü besonders gut. Mit einem Bier dazu waren sofort Genuß und Gemütlichkeit bei sich statt Streß und Müdigkeit. Nach gutem Essen konnten wir endlich die schöne alte Stadt bummeln. Alle haben irgenwann gute Erinnerung an Regensburg gehabt, über Brücke, Dom oder Schloß, fast gemeinsames war es heute, die Eiscreme in alter Stadt schmeckten am besten! Unser Bauchgefühl führte uns zum einen italinischen Eisladen, Wünsche erfüllt! Alle waren mit selbst ausgesuchten Eiskugeln in der Hand zufrieden und glücklich und haben somit den zweiten Rudertag erfolgreich bestanden.
Am dritten Rudertag durch Steinerne Brücke zum Fluß Regen wagte auch unser Jugend Ruderer Robin das Steuer zu übernehmen, er hat verstanden, was “bisschen mehr rechts rudern” bedeutete, nicht nur für Ruderteam vom anderen Klub auch für uns RCLK’ler! Robin hat perfekt gesteuert, obwohl gerade paar Personenschiffe am rechten Ufer plötzlich da waren. Unser Boot mit Steuerman Robin war als erstes von Donau auf Regen eingerudert.
Der Fluß Regen ist ruhig und überall grün, letztes Jahr konnten wir noch Gesänge von Fröschen hören, dies Jahr nicht mehr. Überall ruhig, ruhiges Wasser, ruhiger Ufer. In der stillen Ruhe leuchtete plötzlich ein Gedanken, die Paarungszeit für Fröschen war gerade vorbei, deswegen konnten wir nicht Gesänge von Fröschen hören. Nach paar S-Kurven waren wir zum einem Strandbad auf Regen gerudert, hier war ein idealer Platz für Mittagspause und Badezeit.
Nach Kurzem Urlaubsgenuß kehrten wir über eine riesige Schleuse für Donau-Kreuzfahtschiffe und Frachtschiffe, unser Fahrtenleiter kletterte extra zur Ufer Funkanlage und bat um Erlaubnis mit unseren Ruderbooten die Schleuse zu befahren.
Die 20 km lange Stadtrundfahrt auf Donau-Regen war bald zum Ende, da kamen plötzlich wieder die Böen. Unser Fahrtenleiter hat Erfahrung, besonders bei großem Wind, er war Jahrzehnte lang am Küsten gesegelt und weißt wie Boot mit Wind umgeht.
Statt rechts Ufer nahmen wir links Ufer entlang gegen die Srömung dicht zu Ufer zu rudern. Diesmal war kein Wasser ins Boot eingedrungen. Alle waren trocken und sauber am Ziel Klub RRK gelandet. Abend bei Erfahrungsaustausch auf Klub-Balkon hat Jan vor Freude und Stolz über seinen Sohn Robin uns mit Getränken und einer Flasche Wein eingeladen.
Der Fluß Naab bleibt einer der schöste Flüsse Deutschlands für Bootswandern. Am vierten Rudertag haben wir hier viele Entenfamilien gesehen, jede Entenfamilie hat 6 bis 8 Neugeborene bei sich am Ufer zu spielen. Paar Inseln waren auf Flußmitte und viele Seerosen am Flußufer. Viele Kanuboote pendelten hier auf Naab. Da hier Naturschutzgebiet ist, darf Motorboot nicht reinfahren, paar Motorboote bildeten sogar an der Kreuzungsmitte Donau-Naab ein Parkplatz oder Badeplatz beim heißen Tag.
Wir waren bis Kloster Pielenhofen gerudert und haben in Klosterwirtschaft Mittagspause genommen. Das Wetter war immer heißer, beim Rückkehr haben wir immer mehr Kanubooten begegnet. Manche Boote hatten ganze Familie darauf, Kinder, Eltern, alle mit Rettungswesten. Der Naab ist noch ruhiger als Regen, viele Bäume am Ufer und auf Inseln. Bei solchem heißen Tag konnten wir mit innerer Ruhe genau auf Rudertechnik konzentrieren und die stille Umgebung genießen. Diese 39 km lange Naab Rundfahrt war wirklich zauberhaft. Bei Ankunft in Klub RCLK haben wir alle dem Fahrtenleiter Uli zur seiner Umfrage den gleichen Gefühl ausgedrückt:
Es war eine phatastisch und unvergesslich schöne Lehr-Wanderfahrt auf Donau drei Flüßen!