Alle Beiträge von Andrea Kistler

Ich bin sehr kreativ, die Freizeit mit Sport auszufüllen

Kauferinger Ruderclub in Berlin

Jedes Jahr veranstaltet der RCLK eine einwöchige Wanderfahrt. Diesmal war das auserlesene Ziel Berlin. Nach dem Motto „Sport, Natur, Kultur“, wurde die Havel in alle Himmelsrichtungen abgerudert. Ausgangsort der Ruder-Tagestouren war der Märkische Ruderverein in Pichelswerder-Süd, Berlin-Spandau; dort wurden auch die Boote ausgeliehen. Die Gruppe bestand aus elf Personen und so bekamen wir einen gesteuerten Zweier und zwei gesteuerte Dreier. Gewohnt wurde im Hansaviertel Nähe der Spree, so konnten Sehenswürdigkeiten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß gut erreicht werden. Highlight war „Polifemo – wenn Liebe Leiden schafft -, ein barockes Musiktheater mit Werken von Bononcini, Händel & Vivaldi; Veranstaltungsort war die Orangerie des Schlosses Charlottenburg. Das Wetter hatte es gut mit uns gemeint; es war kein einziger Regentag dabei, somit konnten alle Touren gemacht werden und am Ende der Woche hatten wir in sechs Rudertagen 150 km in unseren Armen und Beinen.

AKi

Deutscher Meistertitel durch Aigner Brüder

Völlig unerwartet aber umso mehr verdient holen Alexander und Maximilian Aigner vom RCLK
bei den Kleinbootmeisterschaften in Krefeld in der Disziplin Leichtgewicht Männer ohne
Steuermann den Deutschen Meistertitel.

Mit einem sensationellen Start-Ziel-Sieg lassen die beiden Brüder Alexander und Maximilian
Aigner vom RCLK eine starke und etablierte Konkurrenz hinter sich. „Wir hatten das nicht erwartet,
gegen so eine starke Konkurrenz dieses Ergebnis zu erzielen“, so Alexander nach dem Rennen „da
waren einfach Teams auf dem Wasser, die aus Ruderhochburgen kommen, die regelmäßig abliefern“.

In der Tat waren neben den Kauferingern auch Köln, Hameln und Hamburg angetreten, die für ihre Stärke bekannt sind. „Wir dachten uns am Start, dass es echt hart werden wird, aber wir hatten eben nichts zu verlieren“, beschreibt Maximilian die Anspannung, „aber wir haben das Ding echt nach Hause gebracht – ein Wahnsinn!“. Das Team des RCLK sah sich eher als Underdog, umso mehr freuen sich die beiden über das Ergebnis und den Überraschungseffekt.

Erleichterung und Stolz auch beim Cheftrainer des RCLK, Tim Tepe, der diese Aufgabe von seinem Vater Jens erst vor Kurzem übernommen hat. „Ich bin so happy, dass die harte Arbeit des Trainerteams, meines Vaters und vor allem natürlich von Maximilian und Alexander sich ausgezahlt hat“, sagt Tepe, „das ist meine erste Deutsche Meisterschaft als Trainer und dann so ein Teamerfolg“ und so konnte er sich neben der Freude ein paar Tränen nicht verkneifen.

„Für den RCLK ist das ein unglaubliches Ergebnis“, so Sascha Barby, 1. Vorsitzender des RCLK, „es zeigt uns, wie wichtig es ist, junge Sportler zu fördern und unsere Anstrengungen in diesem Bereich weiter zu verstärken“. Trainings und Förderung innerhalb des Kaders sind für kleine Vereine wie den RCLK eine Herausforderung, die viel Einsatz erfordert. „Das spielt heute jedoch keine Rolle, dieser Sieg gehört den beiden und dem Trainerteam“, freut sich Barby.

Für Alexander und Maximilian, die erst seit zweieinhalb Jahren ambitioniert rudern, ist dieser Erfolg anscheinend der Anfang, denn nun wollen die beiden nicht nur den Titel verteidigen, sondern sich auch in internationalen Wettbewerben behaupten.
Sascha Barby, 1. Vorsitzender

Inn-River-Race 2022 um den Passauer Wolf Pokal

Ein 1. und ein 2. Platz der Kauferinger Ruderer in Passau

Ganz untypisch für diese Regatta, dem 42. Inn-River-Race 2022 um den Passauer Wolf Pokal auf dem Ingling Stausee am 09. April 2022, ist dieses Jahr das Wetter. Sonst sonnenverwöhnt bei milden Temperaturen durchruderten die Wettkämpfer in 5.500 m vier Wetterzonen, von starkem Wind und Böen, Sonne und Regen bis Graupelschauer bei ca. +4°C. Das Wetter war für jeden in diesem Wettkampf der stärkste Gegner.

Zwei Boote des RCLK gingen an den Start, ein Rennvierer ohne Steuermann, war besetzt durch eine starke Mannschaft mit viel Ruder- und Wettkampferfahrung durch Ingolf Wunderlich, Frank Heidenhain, Jan Hase und unserem Neuzugang im Club, Holger Niemeier, der als Jugendlicher Leistungsrudern in seiner Heimat im Ruhrgebiet betrieb. Mit einer Zeit von 20:37,52 Minuten erhielten Sie den 1. Platz, gefolgt von STC Adria 1877 Trieste 27,18 Sekunden später und 1:09,42 Minuten später von einer Renngemeinschaft von München/Deggendorf/Passau.

Im zweiten Startblock übernahm die nächste Mannschaft den Rennvierer, besetzt durch Beate Pielmeier, Anita Waidhauser, Monika Heim und Andrea Kistler. Für sie war es das erste Mal ein Start im Rennboot und ohne Steuermann. Überrascht wurden sie gleich 200 Meter nach dem Start mit wolkenbruchartigem Graupelschauer und Windböen. Der einzige Gegner, ein Boot aus Pirna, war ihnen völlig egal; die Gefahr lauerte im Kentern bei hohem Wellengang. So musste die ganze Konzentration auf saubere Blattführung gerichtet werden. 100 Meter vor dem Zieleinlauf kam nochmals „Frau Böe“ daher; Sekunden vergingen und das Ufer bewegte sich nicht ein bisschen. In dem Fall war der 2. Platz der Sieg, nicht gekentert zu sein.

AKi

6000 m Langstrecke in Leipzig

Jakob Knapp erreicht Platz 3 auf der Leistungsüberprüfung des Deutschen Ruderverbands

Am 01.04.22 machte sich Jakob Knapp (16 Jahre) zusammen mit Trainer Piet Berden auf den Weg nach Leipzig zum dortigen Stützpunkttrainer und langjährigem RCLK Trainer Jens Tepe, um dort an der Langstreckenregatta teilzunehmen.

Diese Regatta dient als offizielle Leistungsüberprüfung des Deutschen Ruderverbands.

Hier kommen alle großen Talente und auch alle aktiven Nationalkader zusammen. Allen voran die Mannschaft des Deutschland-Achters und der bayerische Einer-Fahrer Oliver Zeidler, sowie die gesamte Skull Mannschaft des deutschen Ruderverbands.

Aber auch die Juniorennationalmannschaften und etwaige Aspiranten stellen hier ihr Können unter Beweis.

Nachdem Jakob noch vor zwei Wochen auf der Bayerischen Leistungsüberprüfung mit Abstand gewinnen konnte, wollte er sich nun in Leipzig beweisen. Hierzu muss man sagen, dass er als Leichtgewichtsruderer in Leipzig bei den Schweren Ruderern der Altersklasse B (15-16 Jahre) starten musste, da hier nur ein Rennen ausgeschrieben war.

Am Samstag bereitete er sich auf dem Kanal in Leipzig Burghausen vor, um hier dann am Sonntag mit einer Zeit von 24:36 Minuten über 6000m in einem Feld von größeren und schwereren Gegnern, teilweise mit Nationalkaderstatus, den dritten Platz zu erreichen

Nun gilt es, sich im Training auf die kommenden nationalen und internationalen Regatten vorzubereiten um dort wieder auf sich aufmerksam zu machen.

Hiermit zeigte er wieder einmal,  dass man dieses Jahr voll mit ihm rechnen kann, denn als Leichtgewicht bei den Schwergewichten eine solche Zeit zu fahren und dort den dritten Platz zu erreichen zeugt von enormen Talent und Können.

Sein Ziel ist eine Berufung in die Juniorennationalmannschaft, hierbei wird er weiterhin mit allen möglichen Mitteln von seinen Trainern unterstützt.

TT

Jens Tepe verlässt den RCLK Richtung Leipzig

Mit Bedauern teilte Cheftrainer Jens Tepe dem RCLK Mitte Februar mit, dass er den Ruderclub am Lech Kaufering zum 01.03.2022 verlassen wird, um in Leipzig leitender Landesstützpunkttrainer zu werden.

Nach über 8 Jahren erfolgreicher Betreuung von Sportlern des Kauferinger Ruderclubs bekam er Ende des Jahres 2021 die Anfrage, ob er sich denn nicht vorstellen könne, seine Erfahrung am Landesstützpunkt in Leipzig an junge und erfolgshungrige Sportler weiter zu geben.

Nach langem Hadern hat er sich schließlich für den Schritt in Richtung Leipzig entschieden. Es sei für ihn der nächste Schritt in der Arbeit mit jungen Sportlern.

Er wird dem Verein aber treu bleiben und versuchen so oft es geht wieder den heimischen Lech zu besuchen und hier seine Kilometer im Ruderboot zu drehen.

Auch der Name Tepe wird dem Verein in Trainerposition erhalten bleiben, sein Sohn Tim-Noah übernimmt nun mit Hilfe von Ingolf Wunderlich und tatkräftiger Unterstützung von einigen ehrenamtlichen Trainern den Posten des Cheftrainers und die Leitung des Leistungssportressorts.

Wir wünschen Jens in Leipzig alles erdenklich Gute und bestmöglichen Erfolg !