Kauferinger Ruderclub in Berlin

Jedes Jahr veranstaltet der RCLK eine einwöchige Wanderfahrt. Diesmal war das auserlesene Ziel Berlin. Nach dem Motto „Sport, Natur, Kultur“, wurde die Havel in alle Himmelsrichtungen abgerudert. Ausgangsort der Ruder-Tagestouren war der Märkische Ruderverein in Pichelswerder-Süd, Berlin-Spandau; dort wurden auch die Boote ausgeliehen. Die Gruppe bestand aus elf Personen und so bekamen wir einen gesteuerten Zweier und zwei gesteuerte Dreier. Gewohnt wurde im Hansaviertel Nähe der Spree, so konnten Sehenswürdigkeiten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß gut erreicht werden. Highlight war „Polifemo – wenn Liebe Leiden schafft -, ein barockes Musiktheater mit Werken von Bononcini, Händel & Vivaldi; Veranstaltungsort war die Orangerie des Schlosses Charlottenburg. Das Wetter hatte es gut mit uns gemeint; es war kein einziger Regentag dabei, somit konnten alle Touren gemacht werden und am Ende der Woche hatten wir in sechs Rudertagen 150 km in unseren Armen und Beinen.

AKi

Deutscher Meistertitel durch Aigner Brüder

Völlig unerwartet aber umso mehr verdient holen Alexander und Maximilian Aigner vom RCLK
bei den Kleinbootmeisterschaften in Krefeld in der Disziplin Leichtgewicht Männer ohne
Steuermann den Deutschen Meistertitel.

Mit einem sensationellen Start-Ziel-Sieg lassen die beiden Brüder Alexander und Maximilian
Aigner vom RCLK eine starke und etablierte Konkurrenz hinter sich. „Wir hatten das nicht erwartet,
gegen so eine starke Konkurrenz dieses Ergebnis zu erzielen“, so Alexander nach dem Rennen „da
waren einfach Teams auf dem Wasser, die aus Ruderhochburgen kommen, die regelmäßig abliefern“.

In der Tat waren neben den Kauferingern auch Köln, Hameln und Hamburg angetreten, die für ihre Stärke bekannt sind. „Wir dachten uns am Start, dass es echt hart werden wird, aber wir hatten eben nichts zu verlieren“, beschreibt Maximilian die Anspannung, „aber wir haben das Ding echt nach Hause gebracht – ein Wahnsinn!“. Das Team des RCLK sah sich eher als Underdog, umso mehr freuen sich die beiden über das Ergebnis und den Überraschungseffekt.

Erleichterung und Stolz auch beim Cheftrainer des RCLK, Tim Tepe, der diese Aufgabe von seinem Vater Jens erst vor Kurzem übernommen hat. „Ich bin so happy, dass die harte Arbeit des Trainerteams, meines Vaters und vor allem natürlich von Maximilian und Alexander sich ausgezahlt hat“, sagt Tepe, „das ist meine erste Deutsche Meisterschaft als Trainer und dann so ein Teamerfolg“ und so konnte er sich neben der Freude ein paar Tränen nicht verkneifen.

„Für den RCLK ist das ein unglaubliches Ergebnis“, so Sascha Barby, 1. Vorsitzender des RCLK, „es zeigt uns, wie wichtig es ist, junge Sportler zu fördern und unsere Anstrengungen in diesem Bereich weiter zu verstärken“. Trainings und Förderung innerhalb des Kaders sind für kleine Vereine wie den RCLK eine Herausforderung, die viel Einsatz erfordert. „Das spielt heute jedoch keine Rolle, dieser Sieg gehört den beiden und dem Trainerteam“, freut sich Barby.

Für Alexander und Maximilian, die erst seit zweieinhalb Jahren ambitioniert rudern, ist dieser Erfolg anscheinend der Anfang, denn nun wollen die beiden nicht nur den Titel verteidigen, sondern sich auch in internationalen Wettbewerben behaupten.
Sascha Barby, 1. Vorsitzender