2 erfolgreiche Regatten zum Abschluss der Saison

Der Ruderclub am Lech Kaufering hat zum Abschluss der, von schwierigen Umständen geplagten, Saison noch einmal zwei Regatten besucht und erfolgreich bestritten.

Am ersten Wochenende nach den Sommerferien stand nach einer trainingsintensiven Ferienzeit die 51. International Rowing Challenge mit über 1000 Teilnehmern im Österreichischen Villach auf dem Ossiacher See auf dem Plan.

Mit über 20 Sportlern und Betreuern machte man sich am Freitag auf den Weg nach Österreich.

Die Regatta belief sich über die Normalstrecke für die jeweiligen Altersklassen.

Nach den Vorläufen am Samstag standen am Sonntag die Finals an, von denen die Kauferinger Ruderer 7 für sich entscheiden konnten.

Besonders hervorgestochen hat hierbei der Doppelvierer der B-Junioren(15-16 Jahre). Hier konnte sich der Kauferinger Ruderer Piet Berden zusammen mit seinen Teamkollegen aus Schweinfurt (Lorenz Grimm, Julian Waller) und Passau (Gregor Höber) gegen ein starkes internationales Teilnehmerfeld und vor allem die Tschechische Juniorennationalmannschaft durchsetzen und den Pokal entgegen nehmen.

Besonders erfreulich waren die Siege von Charlotte Dienst und Ferdinand Fichtl im Mixed Kinder Doppelzweier. Für die beiden Jung-Athleten war dies der erste Sieg auf internationalem Boden.

Am Wochenende vom 3.-4.10 waren die Sportler vom Lech zu Gast auf der Sprintregatta in Nürtingen.

Dies war die lang ersehnte erste Regatta auf deutschem Boden in diesem von Regattaausfällen geplagten Jahr, was für die Sportler und Trainer eine große Herausforderung darstellte, weil sie keinen Zielwettkampf hatten auf den trainiert werden konnte. Trotzdem musste der Trainingseifer aufrecht gehalten werden.

Mit knapp 30 Personen war, fast ausnahmslos, die komplette Regattamannschaft des Ruderclubs in Nürtingen anwesend.

Bei weitestgehend gutem und beständigen Wetter ruderten die Kauferinger zu insgesamt 15 Siegen und wurden außerdem mit Platz 3 in dem, von der Kreissparkasse Nürtingen gesponserten, Wettbewerb um die erfolgreichsten Einerruderer der Regatta belohnt.

Einen großen Anteil an den Siegen hatten Jakob Knapp, Adam Al Hakim, Florian Pielmeier und Charlotte Dienst, die insgesamt 7 der 15 Siege einfuhren.

Der Ruderclub vom Lech konnte somit seinen Medaillenspiegel auf 30 Siege in der Saison 2020 ausbauen.

Nun steht für die Kauferinger das harte und intensive Wintertraining und die Vorbereitung auf die kommende Saison an, die mit der Deutschen Meisterschaft im Ergometerrudern in Essen im Februar beginnt.

TT

Die Fahrt der zwanzig Schleusen

Die große Wanderfahrt des Ruderclubs am Lech Kaufering führte heuer in der ersten Septemberwoche von Ulm nach Vilshofen. Der Startpunkt Ulm wurde gewählt, weil es zwischen Neuburg und Budapest keinen Streckenabschnitt der Donau gibt, der nicht schon einmal bei Wanderfahrten oder Regatten befahren wurde. Nur der erste Abschnitt, der überhaupt mit einem Ruderboot befahren werden kann, fehlte noch auf der Liste.
Es waren allen Teilnehmern klar, dass die erste Etappe von Ulm nach Lauingen kein Vergnügen sein würde. Sieben Staustufen auf 40 Kilometern erfordern sehr viel Zeit und strapazieren die Geduld. Der Wetterbericht sagte zudem langanhaltenden und ergiebigen Dauerregen voraus … und er behielt Recht. Es regnete ohne Unterlass in Strömen! Wegen des ständig steigenden Pegels wurden von der Leitstelle die Wehre geöffnet und die Sportbootschleusen gesperrt. Nun mussten an jeder Staustufe die zwei Boote um das Wehr herumgetragen werden, was noch einmal mehr Zeit verschlang. Um 15:00 Uhr lagen dann immer noch drei Staustufen und 20 Kilometer vor den durchnässten und frierenden Ruderern. Dieses Pensum war nicht mehr zu bewältigen und die Etappe musste bei Günzburg abgebrochen werden.
Zum Glück besserte sich das Wetter und die weiteren dreizehn Schleusen und rund 300 Kilometer auf dem Weg nach Vilshofen konnten im Lauf der Woche ohne Mühen absolviert werden. Insgesamt eine sehr schöne und harmonische Wanderfahrt, aber so schnell wird kein Kauferinger Ruderer mehr von Ulm nach Lauingen rudern wollen.

Michael Waidhauser

Rudermarathon auf dem Starnberger See

Die Lockerung der Corona-Auflagen machte es möglich: Eine erste Wanderrudertour 2020 führte fünf Kauferinger auf den Münchener Haussee. Das Boot dafür (einen gesteuerten Gig Doppelvierer) stellten die Kameraden vom Münchener Ruder- und Segelverein zur Verfügung. Das ersparte einen aufwändigen Bootstransport aus Kaufering.
Bereits 9.00 wurde bei spiegelglattem See und strahlendem Sonnenschein beim MRSV in Starnberg abgelegt. Zunächst Richtung Süden auf dem Kurs der traditionellen Roselinselregatta, die ersten Kilometer begleitet von jugendlichen Ruderern in Renn-Doppelzweiern, welche ihre ersten Trainingseinheiten nach dem Lockdown absolvierten. Weiter ging es am Westufer des Sees, vorbei an Tutzing, Bernried mit dem Museum Buchheim bis Seeshaupt. Da waren schon 20 km geschafft mit Genussrudern vom Feinsten.
Hunger und Durst verlangten nun nach einem geeigneten Objekt zur Pausen-/Mittagsversorgung Ausschau zu halten. Mit Hilfe von Smartphone und Google fiel die Wahl auf das Restaurant „Zum kleinen Seehaus“, wo die Versorgung zur allgemeinen Zufriedenheit verlief. Die Atmosphäre im und um das Restaurant mit Liegewiese, Badestelle usw. war entspannt – Hygieneregeln galten natürlich, wurden aber gelassen hingenommen.

Nachdem Kalorien aufgetankt, Füße gebadet und ein Erinnerungsfoto gemacht waren (die Fotografin Anita Waidhauser fehlt leider darauf – aber Selfie mit fünf Personen im Wasser stehend hat nicht funktioniert) ging es auf der Ostseite des Sees gen Norden zurück nach Starnberg. Auch hier säumten interessante Objekte den ganzen Uferstreifen: gewaltige Segel-Trimarane, die ohne Corona sicher schon Richtung Adria transportiert worden wären, pompöse Villenanlagen aber auch schöne öffentliche Gemeindestrände und letztendlich, kurz vor Starnberg, die Votivkapelle für den „Kini“.
Aufkommender Wind mit leichtem Wellengang ließ Erinnerungen an andere Rudererfahrungen mit dem Starnberger See aufkommen, nämlich an hohe Wellen aus allen Richtungen, vollgeschlagene Boote einschließlich abgebrochener Wettfahrten bei vorangegangenen Regatten.
Aber der Wettergott war diesmal auf der Seite der Ruderer. Zudem pflügten nur wenige Motorboote und gerade mal zwei Dampfer der Seenschifffahrt die Fluten, so dass der Anleger des MRSV nach knapp 42 km von fünf Ruderern mit leicht schmerzenden Hintern und etwas wunden Handflächen aber ansonsten glücklich und zufrieden erreicht wurde – und mit ersten Ideen für künftige Touren im Kopf.

Ingolf Wunderlich

Piet Berden startet durch

24. Juli 2020

Fünf Siege für den 16-Jährigen Kauferinger Ruderer auf der Donau in Ottensheim

1.500 m sind von den Ruderern der Altersklasse Junioren B (15/16 Jahre) auf den großen Regatten zurückzulegen. Auf dem Donau-Altarm, geschützt durch hohe Ufer mit hohen Bäumen fand virusbedingt die erste Regatta für die Ruderer aus dem Süddeutschen Raum, Österreich und normalerweise auch vielen Balkanstaaten (hier fehlten dieses Mal die Meldungen). Trotzdem gab es vollbesetzte Felder. Alle waren froh hier noch ihre sommerliche Kondition testen zu können. Der Kauferinger Piet Berden (16), der in den vergangenen Jahren schon auf sich aufmerksam machte und unter der Regie von Trainer Jens Tepe die Frühjahrsfitness in den Sommer hinein retten und verbessern konnte, startete in Ottensheim im Einer, Doppel-Zweier (mit Gregor Höber aus Passau) und im Doppel-Vierer (verstärkt durch Julian Wallner und Lorenz Grimm aus Schweinfurt). Diese Vier führen zur Zeit das bayerische Feld in ihrer Alters- und in diesen Bootsklassen an.

Allgemein stehen für Regatten sechs Bahnen zur Verfügung. Bei mehr als 6 Mannschaften wird in Abteilungen gefahren. Die Ergebnisse der Rennen am Samstag wurden in Ottensheim auch zur Neusortierung der Wettkämpfer am darauffolgenden Sonntag gewertet, sodass hier die jeweils Besten zusammentrafen. Im Doppel-Zweier waren 33 Boote in sechs Abteilungen am Start. Vom Start weg führten Berden/Höber das Feld gefahrlos an und gewannen dieses Rennen mit 05:13 min. Auch im Doppel-Vierer, hier waren insgesamt 12 Boote am Start, setzten die bayerischen Ruderer die Marke hoch an und dominierten mit 4:53,76 min das Gesamtfeld. Der Start im Einer (insgesamt 38 Boote) wurde zur Nervensache: mit 5:32,51 hatte der Kauferinger das Nachsehen gegenüber seinem Bootskameraden vom Main, der laut Zielfoto 5:32,50 min 1/100stel sec = 4,5 cm (!) schneller war und dieser damit in das A-Finale einziehen durfte.

In den Sonntagsläufen der jungen Ruderer beherrschten wieder die Bayern die Regattastrecke in Ottensheim: Der Doppel-Zweier Berden/Höber steigerte sich noch und siegte mit der Bestzeit über alle Finals mit 5:09:89 min. Der Vierer Wallner/Berden/Grimm//Höber erlaubte keine Zweifel wer die Regattastrecke beherrscht und siegte mit 4:49,22 min über alle, welche noch am Start waren. Piet Berden hatte sich gefangen und führte im B-Finale der Einerfahrer unangefochten das Feld an mit 5:43,58 min vor Bootskamerad Gregor Höber und vier anderen Ruderern. Lorenz Grimm beherrschte das A-Finale der Junioren B vor Julian Wallner und weiteren Starten. Die Erfolge sind besonders erstaunlich, da zum Einen Ottensheim die erste Regatta dieses Jahres war, zum Anderen insgesamt sechs Rennen von Piet Berden und seinen Bootskameraden absolviert worden sind. Die Leistung wird bei einem Ruderrennen Schlag für Schlag unerbittlich abgefordert, keine Pause, kein kurzes Innehalten, sonst ist der Gegner vorbeigezogen.

Trainer Jens Tepe war ob des Erfolges sehr erfreut, war doch das Training nur sehr bedingt möglich und lange Zeit auf Trockentraining u.a. mit Ruderergometer zu Hause beschränkt. Fünf Siegesfähnchen wurden am Mast vor dem heimischen Bootshaus hochgezogen.
Ulrich Wallenda –

RCLK trainiert auf dem Rad

Coronazeit

Was haben wir doch für ein Glück mit dem Wetter, seit Wochen während des Lockdowns beständiges mildes Wetter. Da der RCLK viele Mitglieder hat, die in Ihrer Freizeit sehr kreativ sind, was sportliche Aktivitäten betrifft, und der Breitensportbetrieb Rudern stillgelegt werden musste, setzte man sich unverblümt auf’s Rad und los ging’s mit dem Training.

Das Bild hier zeigt unseren Vorstand Michael Waidhauser mit seiner Frau Anita auf einer Radtour von Kaufering über Penzing, Ramsach, Eresing, Pflaumdorf nach Stegen zur Eismanufaktur und verbindet so das Schöne mit dem Training.

AKi