Sieg beim Roseninselachter

02.10.2019

85 Achter-Boote am Start der 35 Roseninsel-Regatta auf dem Starnbergersee

Leider waren die Wasser- und Windbedingungen am letzten Septemberwochenende nicht rekordverdächtig für eine Ruderregatta. Es blies ein mäßiger SW-Wind, der für eine zwar ruderbare aber doch kräftige Welle sorgte, d.h. auf dem ersten Teil der Strecke wurde gegen Wind- und Welle gerudert und auf dem zweiten Teil schoben diese die Boote vor sich her. An die Einstellung des im Jahr 2004 vom Soro Ruderclub Dänemark aufgestellten Streckenrekord von 39:07 Minuten zu brechen, war gar nicht zu denken. In mehreren Startgruppen pflügten in beeindruckender, kraftvoller Weise die 8er-Mannschaften in insgesamt 85 Booten über den Starnberger See und machten sich Richtung Süden über die 12 km lange Regattastrecke, die nach exakt 6 km an der Roseninsel um 2 Bojen herum wendet und nordwärts zurück zur Start-/Ziellinie führt.

Auf Deutschlands größter Achterregatta, wollten auch die Ruderer des Ruder Club am Lech Kaufering e.V. in diesem Jahr nicht fehlen. Michael Waidhauser, Martin Breitschaft, Monika Heim, Beate Pielmeyer, Natalie Barby, Anita Waidhauser, Ingolf Wunderlich, Jan Hase im Mixed-Achter (halb Männlein, halb Weiblein) der Altersklasse D = Mindestdurchschnittsalter 50 Jahre, gesteuert und lautstark gepuscht von Steuermann Ulrich Wallenda, traten an, um fast eine Stunde lang mit vollem körperlichen Einsatz und Konzentration die Strecke von 12 km zu absolvieren. In der letzten von vier Abteilungen starteten sie gleichzeitig mit über 20 anderen Booten verschiedener Altersklassen. Der Start gelang gut und auf den ersten vier Kilometern führten sie mit zwei anderen Booten das Feld an. Etwa 1.200 Kniebeugen, Rumpfbeugen und Armzüge waren insgesamt zu absolvieren. Als drittes Boot dieser Gruppe erreichten die Kauferinger Masters die Wendebojen. Die zwei vorliegenden Mannschaften waren erheblich jünger. So auch die italienischen Canotieri Lecco, welche das ganze Feld anführten.

v.l.n.r.: Michael Waidhauser, Martin Breitschaft, Anita Waidhauser, Beate Pielmeier, Natalie Barby, Monika Heim, Ingolf Wunderlich, Jan Hase, Stm. Ulrich Wallenda

Auf dem Rückweg ging es zwar mit Rückenwind und schiebener Welle, aber die Kräfte waren doch durch den Kampf auf der ersten Strecke in Mitleidenschaft genommen, sodass weitere Boot auf den letzten Kilometern aufschließen konnten. Mit einer Zeit von 56:45 Minuten ruderten die Kauferinger über die Ziellinie. Der Sieg in der Altersklasse war errungen.

Ulrich Wallenda

RCLK am Wörthersee

21.09.2019

Eine Mannschaft entschied sich, dieses Jahr am Blauen Band vom Wörthersee –einer Achter-Ruderregatta- teilzunehmen. Das Wetter war gut angesagt, wenn auch in der Früh kaum über +5°C. Die Distanz von 176 km von Velden nach Klagenfurt, also der Länge nach durch den Wörthersee, forderte gute Kräfteeinteilung und durfte auch durch das „Anrudern“ nicht beeinträchtigt werden. Die Mannschaft hatte ihre Unterkunft in Pörtschach. Dort wurde der Achter eingesetzt und acht Kilometer zum Start gerudert. In einem Café in Velden mit dem „schönsten Blick auf den See“ war Obmannsbesprechung und zweites Frühstück, um noch Energie für die lange Strecke zu tanken. Das Steuerkind Florian wurde vom Ruderclub Albatros, Klagenfurt, ausgeliehen und so ging’s los. Als einziges Gigboot gemeldet, war uns bestimmt keine Trophäe als schnellstes Boot in der Gesamtwertung, jedoch ein Pokal als schnellstes Gigboot vorherbestimmt. Hartnäckig suchten wir uns immer wieder einen der Rennboote als Gegner, um uns zu motivieren, doch hatten wir einiges an Gewicht mehr zu stemmen. Wir hielten uns tapfer im Mittelfeld und bestritten es bis zum Schluss. Dann endlich das ersehnte Signal nach 17 km für den Zieleinlauf. 1:10:04 war unsere Zeit und traf perfekt die angedachte Machbarkeitszeit. Danach gab es noch ein schönes Fest im Ruderclub Albatros und wer wollte, konnte auch FKK-Baden und die getrennten antiquarischen Umkleiden benutzen.

AKi

Titelbild v.v.n.h.: Monika Heim, Dr. André Ihde, Natalie Barby, Sascha Barby, Andrea Kistler, Roland Heim, Anita Waidhauser, Michael Waidhauser

Ruderclub Kaufering in Amsterdam

Zur diesjährigen einwöchigen Wanderfahrt beruderte der RCLK nicht wie üblich einen der schönen deutschen Flüsse, sondern die Grachten und Flüsse in und um Amsterdam herum. Um den Komfort einer einzigen Unterkunft zu genießen, wurden die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt, um die Boote an den täglich wechselnden Ruderclubs abzuholen und zu deponieren. Nach dem Motto „Sport, Natur, Kultur“ kam nichts zu kurz und auch der letzte Rudertag wurde zum Kulturtag umfunktioniert, weil lt. Wetterbericht Windgeschwindigkeit bis zu 70 km/h angekündigt wurde. An einer Tour wurde der Loosdrechtse Plassen überquert bei 35 km/h und das war schon schwierig, vor allem für unseren einzigen gesteuerten Zweier, neben den anderen beiden gesteuerten Vierern, um nicht zu viel Wasser zu fassen und Gleichgewicht bei dem Wellengang zu halten.

Bei dieser Wanderfahrt waren auch akrobatische Fertigkeiten gefragt, als zu schmale und zu niedrige Brücken unterquert wurden; es mussten die Ruder langgelegt und der Oberkörper rücklings flach ins Boot gepresst werden. An einer anderen Tour wurde ein Abschnitt von einem Kilometer durch den Zuwuchs mit Seerosen die Breite des Flusses minimiert; hier konnte nur noch gepaddelt werden, zum Teil mit nur einseitig lang gelegten Skulls.

Kulturell ergründeten kleine Grüppchen an den beiden ruderfreien Tagen Amsterdam mit seinen vielen Museen, wie z.B. Anne Frank Haus und Van Gogh Museum oder ein Streifzug durch die Stadt, um die bekanntesten Grachten wie Prinsengracht, Keizergracht, Herengracht zu bestaunen. Ein Teil unserer Mannschaft bevorzugte die Besichtigungen typisch holländisch mit dem Rad zu erkunden. Davon waren alle begeistert, sind dort zweispurige Radfahrbahnen parallel zum Autoverkehr, Fahrradparkplätze, ja ganze Parkhäuser für Fahrräder, überall vertreten.

AKi

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